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Folge 8: Warum schrumpfen Luftballons?

Anna und Eule Sophie klären mit Ben die Frage, warum Luftballons mit der Zeit immer kleiner und schrumpeliger werden.

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Chapter 1

Der geschrumpfte Luftballon – Was ist da passiert?

Anna

Oh, schaut mal ihr Lieben, was ich hier unter dem Tisch gefunden hab… Seht ihr das? Ein ganz schrumpeliger, runzeliger Luftballon von unserer letzten Party im Kindergarten!

Ben

Boah, der sieht ja aus wie eine verschrumpelte Rosine. Ich glaub, damals war der richtig groß und rund, oder?

Anna

Ja, genau, Ben. Der war mal kugelrund, bunt und ist in der Luft geschwebt. Vielleicht erinnert ihr euch noch: Wir haben damit getanzt und ihn in die Luft geworfen.

Eule Sophie

Huuu-hu-hu… der arme Ballon. Jetzt ist er müüüüde und klein.

Ben

Sag mal, Kinder, was meint ihr denn, warum ist der Ballon jetzt so klein und schrumpelig?

Anna

Vielleicht denkt ihr: Der ist alt geworden. Oder: Irgendjemand hat die Luft rausgelassen. Oder… hm… er hat Hunger gehabt und ist geschrumpft, hihi.

Ben

Ich hab als Kind echt mal gedacht, Ballons hätten nachts heimlich die Luft ausgeatmet, so: pfffft. Das war natürlich Quatsch, aber lustig fand ich’s trotzdem.

Eule Sophie

Ich stelle mir vor… der Ballon liegt nachts im Dunkeln… und flüstert: „Uiii, ich werde kleiner… hu-hu.“

Anna

Also, irgendwas muss ja mit der Luft passiert sein, die früher da drin war. Wenn ich jetzt vorsichtig drücke… hört mal…

Ben

Da kommt fast nix mehr raus, nur so ein kleines Pffft. Das heißt, die meiste Luft ist schon weg.

Anna

Genau. Und jetzt kommt eine spannende Frage: Was ist eigentlich „Luft“? Man kann sie nicht sehen, man kann sie nicht gut anfassen… aber wir brauchen sie zum Atmen.

Ben

Stellt euch vor, Luft ist voll mit winzig kleinen Luft-Kügelchen. So klein, dass man sie nicht sehen kann. Wirklich, sooo mini, kleiner als jedes Staubkorn.

Eule Sophie

Wie ein riesiger Schwarm… unsichtbarer Marienkäferchen in der Luft… ganz, ganz viel Gewusel… huuu.

Anna

Oh, das ist ein schönes Bild, Sophie. Überall um uns herum sind Luft-Kügelchen. Wenn ihr tief einatmet…

Ben

…flitzen diese Luft-Kügelchen in eure Nase und in die Lunge, damit ihr euch gut fühlen und spielen könnt.

Anna

Und bei einem Luftballon ist es so: Wenn wir ihn aufblasen, pusten wir ganz viele von diesen unsichtbaren Luft-Kügelchen hinein. Immer mehr und mehr.

Ben

Und die Luft-Kügelchen drücken von innen gegen die Ballonhaut. Die Ballonhaut wird gedehnt, sie spannt sich, und der Ballon wird schön rund und dick.

Eule Sophie

Das ist wie im Bus, wenn alle rein wollen… „Platz daaa!“ Die Luft-Kügelchen drängeln: „Wir wollen auch noch in den Ballon!“

Anna

Haha, ja, ein richtiger Luft-Bus. Und als der Ballon bei unserer Party neu war, war er voll mit Luft-Kügelchen. Ganz prall! Aber jetzt, nach ein paar Tagen oder Wochen…

Ben

…ist er winzig und schrumpelig. Das heißt: Die vielen Luft-Kügelchen sind irgendwie verschwunden. Die sind bestimmt nicht geflogen wie ein Vogel, aber sie sind nicht mehr im Ballon.

Anna

Hmm, wie und wohin verschwinden die denn dann?

Chapter 2

Kleine Luftteilchen auf der Flucht

Ben

Also, wir haben gelernt: Im Ballon wohnen ganz viele unsichtbare Luft-Kügelchen. Aber wie kommen die bitte schön da raus, wenn der Knoten doch fest ist?

Anna

Gute Frage. Schaut euch mal einen Ballon ganz genau vor eurem inneren Auge an. Er fühlt sich glatt und dicht an, oder? Aber wenn wir ihn ganz, ganz doll vergrößern könnten, mit einer Zauberlupe…

Eule Sophie

…dann würden wir sehen: Die Ballonhaut hat winzig kleine Lüüüücken. So mini, dass kein Auge sie sehen kann. Mini-Mini-Mini-Mini-Lücken.

Ben

Genau, wie ganz kleine Türen oder Löcher. Die sind so klein, dass Wasser zum Beispiel meistens nicht durch kann. Aber diese superkleinen Luft-Kügelchen, die sind noch viel kleiner. Die können langsam, ganz langsam durch diese Mini-Türchen huschen.

Anna

Am Anfang, wenn der Ballon neu ist, drängeln die Luft-Kügelchen von innen ganz doll gegen die Ballonhaut. Manche finden dann so eine Lücke und flutschen raus. Eins… zwei… drei… immer mehr.

Ben

Das ist ein bisschen so, wie wenn viele Kinder in einem Zimmer sind, alle auf einmal. Das Zimmer ist voll, es ist laut, alle hüpfen. Und dann macht jemand die Tür zum Spielplatz auf.

Eule Sophie

Ohhh, und dann rennen die Kinder nach draußen, hu-hu-huuu! „Schnell auf den Spielplatz! Rutsccccchennn! Schaukeln!"

Anna

Genau, Sophie. Die Kinder sind wie die Luft-Kügelchen. Das volle Zimmer ist der aufgeblasene Ballon. Und die kleine offene Tür ist die winzige Lücke in der Ballonhaut.

Ben

Wenn immer mehr Kinder rauslaufen, wird es im Zimmer leerer. Es wird ruhiger und hat mehr Platz. Und beim Ballon: Wenn immer mehr Luft-Kügelchen rausflitzen, wird er kleiner und schlaffer.

Anna

Das passiert nicht in einer Sekunde, sondern gaaaanz langsam. Manchmal über viele Stunden oder Tage. Deshalb merken wir es nicht sofort. Wir sehen nur irgendwann: „Huch, der Ballon ist ja geschrumpft!“

Ben

Und wisst ihr was? Wenn es sehr warm ist, sind die Luft-Kügelchen extra wuselig. Sie hüpfen schneller herum und wollen noch lieber durch die kleinen Lücken huschen.

Eule Sophie

Wie Kinder im Sommer… wenn die Sonne scheint… alle rufen: „Komm, raus, raus, raus!“

Anna

Und wenn es kälter ist, werden die Luft-Kügelchen etwas gemütlicher, bewegen sich langsamer. Dann schaffen sie es nicht ganz so schnell durch die Lücken.

Ben

Außerdem gibt es verschiedene Ballons. Manche haben eine dickere Haut, andere eine dünnere. Bei manchen sind die Mini-Türchen größer, bei anderen kleiner. Deshalb bleibt ein Ballon vielleicht länger prall und ein anderer wird ganz schnell schrumpelig.

Eule Sophie

Ich merke mir das so: Dicke, starke Ballonhaut – die Luft-Kügelchen müssen lange suchen, bis sie ein Türchen finden. Dünne, zarte Ballonhaut – da rufen die Türchen fast: „Hier entlang, bitte rausspazieren!“

Anna

Zum Schluss fassen wir es nochmal kurz und einfach zusammen, ja? Also: Ein Luftballon ist voll mit unsichtbaren Luft-Kügelchen. Die drücken von innen gegen die Ballonhaut und der Ballon dehnt sich aus. Und deshalb ist der Ballon erst schön groß und rund.

Ben

In der Ballonhaut gibt es winzige Lücken, ganz kleine Türen. Mit der Zeit huschen die Luft-Kügelchen durch diese Türen nach draußen, wie Kinder aus einem vollen Zimmer auf den Spielplatz rennen.

Eule Sophie

Wenn viele Luft-Kügelchen draußen sind… bleibt im Ballon kaum noch etwas übrig. Die Ballonhaut zieht sich wieder zusammen. Der Ballon wird klein… müde… und schrumpelig. Huuu…

Anna

Und je nachdem, wie dick die Ballonhaut ist und ob es warm oder kalt ist, geht das schneller oder langsamer. So, ihr Lieben, jetzt wisst ihr, was mit unserem alten Partyballon passiert ist.

Ben

Ich find’s richtig cool, dass sogar ein schrumpeliger Ballon uns noch etwas über die Welt erzählen kann.

Eule Sophie

Danke, dass ihr mitgeforscht habt, kleine Luft-Detektive.

Anna

Dann sagen wir für heute Tschüss. Macht’s gut, passt auf eure Ballons auf…

Ben

…und auf eure Luft-Kügelchen!

Eule Sophie

Schuhu und auf Wiederhören, ihr klugen Eulenkinder.